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Interview mit Frau Kerstin Poffo

Wie läuft eine Lernberatung ab?

Beim ersten Termin beurteile ich, auf welcher Entwicklungsstufe sich Ihr Kind befindet und welche Schwierigkeiten sich dadurch ergeben – natürlich gebe ich Ihnen gleich konkrete Lösungen an die Hand. Also Tipps zum Reagieren auf bestimmte Verhaltensweisen und vor allem Bewegungsübungen, um die Blockaden zu lösen.

Wie oft muss ich die Übungen mit meinem Kind machen?

Am besten täglich etwa 10 bis 15 Minuten. Nur durch ständiges Wiederholen und Üben bilden sich im Gehirn stabile und schnelle Verknüpfungen! Sein sie sich bewusst, dass wenn die Übungen nur sporadisch oder gar nicht stattfinden, keine Verbesserung einsetzen kann.

Wie oft muss ich kommen?

In der Regel brauchen die Kinder 2 bis 4 Termine. Ausnahmen sind natürlich bei schweren Fällen möglich, aber selten.

Kann ich mein Kind dazu überreden?

Überreden ja – zwingen nein. Es ist wichtig, dass das Kind freiwillig und mit einer guten Grundeinstellung zu den Terminen kommt. Nur der, der selbst was verändern will kann es auch umsetzen.

Welche Erfolgsquoten gibt es?

Die ersten „Erfolgserlebnisse“ merken viele schon nach einigen Tagen. Mit regelmäßiger Übung steigern sich die positiven Effekte – das spiegelt sich sehr häufig bereits bei den nächsten Prüfungen nieder, aber auch im Verhalten. Wichtig dabei ist es, dass der Lernberater den Weg aufzeigt – laufen muss das Kind alleine.

Muss mein Kind dann weniger pauken?

Das ist unser Ziel. Wenn Geist und Körper gemeinsam handeln, dann ist die Voraussetzung zum optimalen Lernen geschaffen. Kinder, die vorher täglich viele Stunden beim Lernen verbrachten, schaffen das gleiche Pensum in halber Zeit. Das Lernen kann aber nicht abgenommen werden! Sind Lücken im Stoff entstanden muss dieser nachgeholt werden. Dies geht dann aber schneller und vor allem stressfreier.

Wenn es so einfach ist, wieso macht es dann nicht jeder?

Diese Frage wird mir häufig gestellt. Viele verkennen die Effekte, die Bewegung auf unser Gehirn hat. Immer mehr Studien zeigen mittlerweile auf, das Bewegung und Intelligenz eng verknüpft sind.   Vor allem das Gleichgewicht spielt hier eine enorme Rolle. Ist der Körper im Gleichgewicht, ist es auch der Geist. Trotzdem wird an konventionellen Methoden gerne festgehalten: Ergo, Logo, Psycho aber auch Nachhilfe. Die Lernberatung will diese nicht ersetzen, kann aber die Grundlage schaffen, damit diese Erfolg haben!

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Brett vor’m Kopf?

In einem kurzen Video, zeigen wir Ihnen welche Verhaltensweisen Kinder im täglichen Leben zeigen.

Wie Sie diese Aufbrachen erfahren Sie in einem persönlichen Termin in unserer Praxis!

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Zeug zum Spielen

Oft werde ich von Müttern gefragt, welches oder wie viel Spielzeug überhaupt sinnvoll ist. Hier ein paar Tipps.

  1. Weniger ist mehr

Viele meinen es zu gut und überschütten ihr Kind oft mit massenhaft Spielzeug, um es zu fördern oder ihm eine Freude zu machen. Doch tatsächlich kann zu viel Spielzeug die Lust am Spielen und sogar die Neugier nehmen. Meist beschäftigt sich das Kind nur oberflächlich mit seiner neuen Errungenschaft – setzt sich aber gar nicht richtig damit auseinander. Es weiß ja, dass es bald wieder etwas Neues und Besseres gibt. Idealerweise aber (er-)findet das Kind immer neue Spielmöglichkeiten mit dem Gegebenen – das fördert Fantasie und Kreativität. Maximal 3-4 Spielzeuge sollten zur Auswahl stehen, diese kann man dann sinnvoll ergänzen oder austauschen. Der Rest sollte weggeräumt werden, um das Kind nicht unnötig abzulenken.

2) Man kann mit (fast) allem spielen

Oft bieten Dinge, die in unseren Augen gar kein „richtiges Spielzeug“ sind, viel mehr Möglichkeiten als Gekauftes. Das ideale „Zeug zum Spielen“ gibt nicht vor, wie und wozu man es verwenden soll – es regt den Erfindungsreichtum des Kindes an und ist vielseitig. Die Auswahl ist groß: Alltägliche Haushaltsgegenstände aller Art wie Töpfe, Löffel, Kartons, Tücher aber auch natürliche Materialien wie Steine, Stöcke und Blätter sind ideal.

Aus dem Ast wird ein Schwert, unter dem Tisch entsteht eine Höhle und das Küchensieb wird zur Krone – und bremsen sie ihr Kind nicht gleich aus, wenn es ihre Haushaltsartikel umfunktioniert.

3) Weg von Fernseher und Spielekonsole

Viele haben es schon geahnt – Fernsehen macht dumm. Zum einen nimmt es dem Kind sämtliche Kreativität und Auseinandersetzung mit sich selbst – statt aktiv etwas zu tun, wird es zum passiven Zuschauer. Es wird ja ständig berieselt und verliert es das Interesse, kann es schnell umschalten. Zum anderen sind Fernseher und Spielekonsole nur 2 dimensional und platt und überschreiben den Bildspeicher im Gehirn – die gerade gelernten Lateinvokabeln sind dann wieder vergessen.

Vor dem  Lernen oder Hausaufgaben machen sollte man mindestens die doppelte Zeit des Fernsehens draußen spielen und toben – das Gehirn braucht so lange, um aus der 2 wieder in die 3 Dimensionalität zu kommen. Und diese ist für Fächer wie Mathematik, Geographie und auch Kunst unerlässlich. Nach den Hausaufgaben sollte man 1 Stunde warten, damit das gerade Gelernte nicht wieder überschrieben wird.